Währungsderivate
Wechselkursschwankungen bergen ein schwer kalkulierbares Risiko für international agierende Unternehmen. Das Währungsexposure beschreibt die Wertänderung infolge von Devisenkursschwankungen. Grundsätzlich kann zwischen drei verschiedenen Währungsexposure-Typen unterschieden werden.
Das Transaktionsexposure ist der Risikotyp, der in Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit am genauesten vom Unternehmen bestimmt werden kann. Dieses Exposure entsteht durch Zahlungsströme in ausländischer Währung, die wiederum durch Wechselkursschwankungen beeinflusst werden.
Das Translationsexposure, auch Accounting-Exposure genannt, entsteht nur in der Bilanz und es liegen keine Zahlungsströme zugrunde. Durch die Konsolidierung der Aktivitäten von ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernbilanz müssen alle Positionen in der Konzernwährung erfasst werden.
Das ökonomische Exposure ist das komplexeste, aber auch das weitreichendste Währungsrisiko. Es hat direkten Einfluss auf Zahlungsströme und auch auf die Wettbewerbsposition des Unternehmens relativ zu seinen Mitbewerbern. Wechselkursschwankungen können somit direkten Einfluss auf die Menge und den Preis von In- und Outputs nehmen.
Ein fortwährender Wettbewerbsdruck und anhaltende Schwankungen in den Währungsmärkten erfordern ein aktives Währungsmanagement. Hierbei ist besonders der Einsatz von Währungsderivaten von großem Nutzen. Diese ermöglichen ein stringentes Währungsmanagement zu betreiben und gleichzeitig Chancen zu nutzen.
HSBC Trinkaus & Burkhardt steht Ihnen sowohl bei der Konzeption als auch bei der Umsetzung Ihrer individuellen Absicherungsstrategie zur Seite und verfügt über langfristige Expertise sowohl für Risikomanager als auch für Corporate Treasurer.
Unser Angebot
Aufgrund unserer lokalen Handelsaktivitäten und der Einbindung in das weltumspannende Netzwerk der HSBC-Gruppe können wir unseren Kunden Währungsderivate in allen liquiden Währungen (G7) und in einer Reihe von Schwellenländern offerieren.
Unser Leistungsangebot umfasst hierbei sowohl Vanilla- und exotische Optionen als auch maßgeschneiderte strukturierte Produkte. Hierbei werden alle in den jeweiligen Währungspaaren üblichen Laufzeiten angeboten.
Wir freuen uns auf ein individuelles Gespräch mit Ihnen, um Ihre spezifischen Bedürfnisse zu identifizieren.
Sicherungsstrategie
Die Entwicklung einer Währungssicherungs-Strategie erfordert mehrere Schritte. Nach der Identifikation des Währungsexposure, muss die Höhe und der Eintrittszeitpunkt ermittelt werden. Auf dieser Basis kann dann eine umfassende Sicherungsstrategie erarbeitet werden.
Bei der Ausarbeitung spielen die folgenden Fragen eine zentrale Rolle:
- Welcher Absicherungsgrad (Hedge Ratio) soll gewählt werden?
- Welcher Absicherungshorizont soll gewählt werden?
- Welches Instrument soll gewählt werden?
- Welche Benchmark dient als "Richtgröße"
Besondere Aufmerksamkeit sollte folgenden Aspekten der Sicherungsstrategie geschenkt werden:
- Volumen des Währungsexposure
- Wechselkursentwicklung
- Aufwand (prämienneutral oder Prämienaufwendung)
- Eintrittswahrscheinlichkeit des Währungsexposure
- Volatilität der jeweiligen Währung
- Risikotoleranz
- Planhorizont und Unternehmensstrategie

